Catania at it's best

Catania at it's best
la bella città nera

Donnerstag, 6. März 2014

On our way to L.A.

Mittwoch, 5.3.
Die Nacht war so ruhig, dass ich auch ohne Ohrstöpsel ausgezeichnet schlief. Nach dem gestrigen langen Tag, an dem wir über 300 Meilen zurückgelegt hatten, waren wir rechtschaffen müde und wurden erst um viertel nach acht wach.
Uli holte uns Kaffee und Teewasser, leider sehr dünn und nur mäßig warm. Nach dem Duschen und Packen waren wir bereit für ein ausgiebiges Frühstück, welches wir in Lugo's Grill einnahmen. Unsere Kellnerin hieß Suzie und gab alles, was das von schlechtem Service gekränkte Herz begehrt. Ständig kamen sie und ihre Kollegen an unseren Tisch, um Kaffee nach zu schenken, nur mal nach dem Rechten zu schauen, um nach weiteren Wünschen zu fragen... in Deutschland undenkbar ! Beim Bezahlen verwickelte sie Uli in ein angeregtes Gespräch und verabschiedete uns überaus herzlich.
Als wir gegen elf das Lokal verließen, war es sonnig und ziemlich warm.


Unser Auto brauchte Sprit, also tankten wir es in dem kleinen Ort Inyokern randvoll und säuberten auch gleich die wüstenstaubigen Scheiben. Der Highway 14 führte uns südwärts, vorbei am sehenswerten Red Rock Nationalpark - wieder eine fast unwirklich anmutende Kulisse.


Langsam wurde die Umgebung immer grüner, und immer größere Städte tauchten auf. Lancaster brachte es immerhin auf sieben Ausfahrten.
Hinter Palmdale ging es wieder in die Berge, nur diesmal grün bewachsen und dichter besiedelt: wir hatten die Wüsten endgültig hinter uns gelassen. 
Die outskirts von Los Angeles machten sich in Form von dichtem Verkehr auf satten sieben Spuren Highway pro Richtung bemerkbar - hier war konzentriertes Fahren gefragt. Uli leitete uns sicher Richtung Süden, und wir kamen zügig voran. 


Ab Simi Valley befanden wir uns mitten im besten Farmland: Zitronenplantagen, Erdbeerfelder, große Palmengärten und Gewächshäuser... ein Fest für die Augen, nach all den kargen Wüsteneindrücken der letzten Tage !
Eine kurze Pause mit Kaffee bei Jack in the box erfrischte uns für die letzte Etappe, und bald erreichten wir Camarillo. Hier hatten wir ein Zimmer im Good Nite Inn gebucht, welches wir bereits um 15 Uhr bezogen. Das Bett war schön fest (wichtig für unsere geplagten Rücken), es gab eine Badewanne, und der muffige Geruch, der uns im Good Nite Inn in San Diego entgegen geschlagen war, blieb uns hier glücklicherweise erspart.

Nach einer kleinen Pause mit Lesen und Herumliegen besuchten wir das Camarillo Premium Outlet, ein gigantisches shopping mall für Modewillige. Nein, wir wollten dort nichts für uns, aber Till und Tom hatten spezielle Schuhwünsche geäußert, und hier gab es einen Nike Factory Store. Überwältigt von dem riesigen Angebot und dem bombastischen Service (es verging kaum eine Minute, ohne dass wir von eifrigen Bedienungen Hilfe angeboten bekamen) fanden wir mehrere in Frage kommende Schuhe, die mit Uli's Handy abgelichtet und sofort als eMail an die Lumpis gesendet wurden. Die Preisdifferenz zu Deutschland war gewaltig: 50 Dollar für die gleichen Schuhe, die ich Tom vor unserer Abreise für 130 Euro gekauft hatte ! Jetzt bleibt abzuwarten, ob wir die richtigen Modelle gefunden haben; das können uns nur die Beiden signalisieren.

Der Abend brach herein, und mit ihm kam der Hunger. In unserem Zimmer verspeisten wir ein paar Scheiben Brot mit Käse und Avocado, da wir beide keine Lust mehr hatten, nach einem geeigneten Lokal zu suchen. 
Und nun dringt aus den Nebenzimmern eine opulente Geräuschkulisse zu uns herüber - also machen wir uns auf eine unruhige Nacht gefasst...

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