Catania at it's best

Catania at it's best
la bella città nera

Montag, 3. März 2014

Sunny side up

Sonntag, 2.3.
Kurz nach sieben ein vorsichtiger Blick aus dem Fenster:


Ja, so hatten wir es uns erhofft ! Duschen, packen und nichts wie los Richtung Joshua Tree.
Allerdings mussten wir uns erst einmal für den Ausflug stärken, daher kehrten wir in das Crossroads Cafe ein. Auch hier eine Warteschlange - wir buchten dies unter "gute Qualität". Die Geräuschkulisse in diesem Lokal erreichte zwischenzeitlich massive Ausmaße: ein Bahnhof ist direkt leise dagegen ! Aber das Essen (Hamburger mit Pommes und Avocado) konnte sich sehen lassen - sehr lecker.
Gut gesättigt tauchten wir in den Park ein, und mit uns viele weitere Ausflugswillige... an einem Sonntag zur besten Wüsten-Reisezeit wohl wenig verwunderlich.
Ein herrliches Panorama bot sich uns, fast unwirklich die gigantischen Steinformationen, die teilweise wie drapiert anmuteten.


Einige Zeit wanderten wir hier herum, immer auf der Suche/der Hut nach/vor giftigem Getier: Klapperschlangen, Skorpione, Taranteln - all diese kuscheligen Viecher leben hier. Zum Glück/leider zeigten sich lediglich Eidechsen und Roadrunner.
Wir durchfuhren den gesamten Park, überwältigt von so viel herrlicher Natur ! Gegen 13 Uhr überkam uns heftige Müdigkeit, ein kleines Nickerchen im Auto war da genau passend. 
Danach fuhren wir erfrischt weiter und freuten uns über die wunderschöne Kulisse.


Am südlichen Ausgang des Parks nahm uns die Interstate 10 auf, welche uns schnurgerade Richtung Blythe führte. Ein Straßenschild erregte unsere Aufmerksamkeit besonders: State Prison - Don't pick up hitchhikers --- nein, bestimmt werden wir dies nicht tun ! Inmitten dieser kargen Landschaft ist der Ausbruch aus einem Gefängnis ein echtes Problem... keinerlei Möglichkeiten, irgendwo Unterschlupf zu finden - also besser nie dort landen.

In Blythe suchten und fanden wir einen Starbucks, wo wir uns mit köstlichem Kaffee stärkten. Das Auto bekam für 10 Dollar Benzin, und weiter ging es auf der 95 Richtung Norden, entlang an der Grenze zu Arizona. Hier wurde uns bewusst: wir hatten inzwischen den Sonnenstaat in seiner gesamten Breite durchfahren. Runde 80 Meilen trennten uns von Needles, wo wir das Motelzimmer für die kommende Nacht gebucht hatten. Diese 80 Meilen zogen sich hin... auf einer Straße voller Senken war das Fahren durchaus anspruchsvoll, zumal die Sonne langsam hinter den Big Maria Mountains verschwand. Aber Uli brachte uns sicher nach Needles, wo wir das Motel dank Handy-Navi schnell fanden.
In der Lobby roch es sehr unangenehm, ausgeströmt von einem jungen Obdachlosen, der vergeblich um Nachtasyl bat.
Unser Raum war sauber und fein, das Bett schön hart, und dann meldete sich auch der kleine bis mittelgroße Hunger - nur überkam mich plötzlich ein ungutes Gefühl, denn der Obdachlose lungerte nach wie vor auf dem Gelände herum, direkt neben unserem Auto mit Blick auf unser Zimmer ! Einer inneren Stimme folgend verzichteten wir auf einen ausgiebigen Restaurantbesuch, sondern holten uns aus dem nächsten Jack in the box ein paar Hamburger sowie Softdrinks in den größten Bechern, die ich je gesehen hatte. Schnell eilten wir zurück, denn wir wollten nicht riskieren, dass während unserer Abwesenheit in unser Zimmer eingebrochen wird.
Das Essen war... na ja, geht so - aber wenigstens warm und sättigend.
Ich erledigte ein bisschen Handwäsche, während Uli an der Lobby wi-fi buchte - und dann verbrachte ich einige Zeit damit, die diversen eMails zu beantworten, die in den letzten Tagen aufgelaufen waren.
Morgen geht es in die Mojave-Wüste... ich bin gespannt !

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