Catania at it's best

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la bella città nera

Dienstag, 11. März 2014

Eureka - we've found it !

Montag, 10.3.
Spät war es gestern geworden, denn mein blog-Eintrag verschwand zur Hälfte, bevor ich ihn speichern konnte - oh, welch' Wut packte mich... ohnmächtig, zum Heulen... was nichts nützte ! Also schrieb ich den größten Teil erneut, dies dauerte bis kurz nach zwei. Dann lag ich noch eine Weile wach, und meine Gedanken wanderten intensiv zu Susanne. Irgendwann schlief ich ein, wurde aber in der Nacht mehrmals wach, weil Uli und ich in der Bettmitte zusammen kugelten.
Um halb neun weckte Uli mich, denn Frühstück wurde nur bis neun angeboten. Ich schälte mich aus dem Bett, und wir eilten in den Frühstücksraum. Man hatte die Wahl zwischen Eiern mit Toast oder Pfannkuchen (wir wählten ersteres). Über die Qualität bewahre ich besser Stillschweigen, à la geschenkter Gaul.

Die Sonne lachte vom Himmel, und wir packten schnell unsere siebeneinhalb Sachen, denn es gab mehrere Dinge zu erledigen:
1. das Handy-Problem lösen
2. endlich die Schuhe für Till und Tom besorgen (in Petaluma hatten wir einen Nike Outlet Store gesehen)
3. ein Postamt finden und Briefmarken kaufen (sonst sind wir vor den Karten wieder zuhause)
Nach einer Weile Herumsuchen fanden wir einen T-mobile Store. Uli kam nach kurzer Zeit strahlend wieder hinaus, denn es war lediglich das Ladekabel, welches ersetzt werden musste. Wir waren erleichtert, führte das Handy-Navi uns doch zuverlässig durch die Städte - ohne wäre es schwierig geworden.
Nun zum Outlet Store. Der Nike-Shop war ziemlich klein, und ich wollte schon murren und knurren, aber wir fanden schnell ein passendes Paar Air Max aus schwarzem Leder in Größe 13 für Tom, Kostenpunkt knapp 60 Dollar, klasse ! Till's Wunschschuh befand sich leider nicht unter den Angeboten, also werden wir noch ein wenig weitersuchen müssen.
Auch das Postamt fand sich zügig. Ein schmuckes altes Gebäude mit einem überaus netten Postmitarbeiter hinter dem Counter, der uns interessiert nach unserer Herkunft und unseren Reiseplänen befragte.


Der Weg nach Bodega Bay fand sich allerdings nicht so einfach, wir irrten eine ganze Zeit hin und her, bis Uli das Navi bemühte und uns auf die richtige Fährte brachte. Wir folgten einer winzigen Nebenstraße von Novato in Richtung Marshall am Highway 1. Herrlich die Umgebung, sehr idyllisch !


Dieses Schulhaus hatten wir bereits gestern Abend entdeckt, und heute musste es abgelichtet werden. Unvorstellbar, dass hier tatsächlich Kinder unterrichtet werden. Unsere kleine Farm lässt grüßen !


Bald erreichten wir Bodega und bestaunten das Haus, welches in Hitchcock's "Die Vögel" das Schulhaus dargestellt hatte. Ganz schön unheimlich... schnell fuhren wir weiter, nicht einmal ein Foto machten wir.
Bodega Bay war der nächste Ort. Hier kehrten wir in einen kleinen Laden ein, um Postkarten, Kaffee, Kokoswasser und Cheeseburger zu erstehen. Die Burger wurden vor unseren Augen liebevoll zubereitet und schmeckten entsprechend köstlich. Uli teilte seinen mit einer Möwe, die auf dem Parkplatz herum lungerte.


Weiter ging die Fahrt auf dem Highway 1 Richtung Norden. Wunderschöne Ausblicke boten sich uns, atemberaubend die Küste, zum Weinen schön !



Andächtig schweigend fuhren wir bis nach Manchester weiter und bogen dann auf die Mountain View Road Richtung Boonville ab. 


Jetzt wurde das Fahren wirklich anspruchsvoll. Enge Haarnadelkurven mit Wendungen bis 180 °, Gefälle bis zu 16 %, eine sehr schmale, teilweise ziemlich holperige Straße... hier war volle Konzentration gefordert. Ein Verschnalzer hätte schwerwiegende Folgen haben können - und das wollte ich keinesfalls riskieren !
Als wir Boonville erreichten, atmete ich auf. Die sich anschließende 253 nach Ukiah war wesentlich zahmer zu fahren und bot wieder atemberaubende Ausblicke.


In Ukiah gab es Kaffee bei Starbucks und eine kurze Pause für uns. Es war bereits nach sieben, und wir wollten weiter bis Eureka - noch satte 153 Meilen. Uli fuhr nun auf dem Highway 101 Richtung Norden, ich durfte mich ausruhen und der untergehenden Sonne zuschauen. Besorgt rechnete ich aus, dass wir erst nach zehn bei unserem Motel ankommen würden. Hoffentlich schaffen wir das - hatten wir uns vielleicht zu viel vorgenommen ?!
Das immer schwächer werdende Tageslicht reichte noch eine ganze Weile, so dass meine Nerven ein wenig beruhigt wurden, und als der Rest Licht verschwunden war, waren es nur noch knapp 70 Meilen bis Eureka. Diese vergingen wie im Flug, das Town House Motel war schnell gefunden (direkt gegenüber des örtlichen Gefängnisses), und wir freuten uns über ein gemütliches, sauberes Zimmer.
Nun noch etwas essen. Ein Target-Markt hatte bis elf geöffnet, also eilten wir um viertel vor elf dort hinein und erstanden fix zwei Mikrowellen-Gerichte und eine Avocado, welche wir in unserem Zimmer verspeisten. Sehr praktisch und heimelig !

Für das blog mussten noch runde zwei Stunden geschrieben werden; nun ist es gleich zwei, und mir brennen die Augen... nichts wie ins Bett. 
Und morgen geht's zu den Mammutbäumen - ich freue mich schon.

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