Als ich gegen 8 Uhr die Stöpsel aus den Ohren nahm, fragte Uli mich, ob es so sehr regnet. In der Tat ließen die Geräusche, welche von draussen herein drangen, diesen Rückschluss zu. Ein Blick aus dem Fenster gab die Antwort: eine riesige Plastikplane flatterte peitschend im Wind, und die Palmen bogen sich heftig - Sturm ! Nichts trieb uns, und mir war nach wie vor elend, daher trödelten wir gemütlich in unserem Zimmer herum, bis schließlich ein ansteigendes Hungergefühl zum Aufbruch anregte.
Auf den Straßen sah es wild aus: überall lagen abgerissene Palmwedel, teilweise ziemlich große Teile:
Als wir gesättigt Perry verließen, goss es in Strömen. Schnell ins Auto und nichts wie ab Richtung Pazifik: Sturm und Meer vertragen sich immer gut. Auf das geplante whale watching verzichteten wir allerdings. Sturm in Verbindung mit Ausflügen auf dem Ozean in winzigen Nussschalen reizt mich höchstens zum Weglaufen!
Wir fuhren auf Nebenstraßen und mussten immer wieder riesigen Pfützen ausweichen (oder fuhren zum Spaß auch mal mitten hindurch - imposantes Spritzen bis zum Dach inklusive), bis wir die Küste erreichten. Wunderschön der Anblick: eine schroffe Küstenlandschaft, Pelikane am Himmel, Kakteen und blühende Sukkulenten - Natur pur.
Der Sturm toste und wütete, und diverse Surfer warfen sich mit Enthusiasmus in die Fluten... ziemlich mutig, bei der Brandung.
Besonders schön war es an diesem Strand, wo wir einige Zeit dem Sand beim Herumtreiben zuschauten:
Das sättigende Frühstück hielt nachhaltig vor, aber ein Kaffee durfte zwischendurch schon sein. Also suchten wir einen McDonald auf, wo Uli einen mäßigen Latte genoss.
Mir war nach wie vor leicht übel, daher verzichtete ich auf Kaffee und holte mir lieber aus dem nächsten Supermarkt einen Mango-Smoothie, welcher überaus köstlich schmeckte.
Dazu nahmen wir ein paar reife Avocados mit, die mit Brot und einem Salat als Abendessen ausreichen sollten.
Ein bisschen Energie hatte ich noch, daher fuhren wir noch eine Weile kreuz und quer durch die Gegend, bis dann gegen 16 Uhr nichts mehr ging und wir unser Motel aufsuchen mussten. Unnötig zu erwähnen, dass der stärkste Guss des Tages genau in dem Moment herunter kam, als wir aus dem Auto stiegen.
Zurück in unserem muffigen Zimmer planten wir die nächste Etappe und buchten auch gleich eine Unterkunft: das Motel 6 in Twentynine Palms (hoffentlich weniger herunter gekommen).
Joshua Tree soll das morgige Ausflugsziel sein - und darauf freue ich mich schon sehr !
Ihr Lieben,
AntwortenLöschenDanke, dass ich Eure Reisebso hautnah miterleben darf!
Liebste Vera, ich wünsche Dir so sehr Gesundheit, dass Ihr alles noch besser geniessen könnt.
Natürlich bin ich neugierig, ob Ihr bei Bianca und Curt ward, aber da Du nichts darüber schreibst, gehört das Thema nicht hierher.
Ich bin bei Euch.
Auch wenn ich parallel nun die Lebensentscheidungenntreffen darf, deren Ergebnis ich dann annehme ohne weitere Vorwürfe an mich. Dennoch geht es mir den Umständen entsprechend gut, was auch damit zu tun hat, dass ich meine Freunde und meine Eltern habe, :-)
Einen ganz lieben Gruss
Von Eurer 'Martha'
Liebe Martha,
Löschendanke für Deine Anteilnahme !
Bisher waren wir nicht bei Bianca und Curt, dieser Besuch steht erst noch an - und auch darüber werden wir berichten. Bis dahin genießen wir Südkalifornien, was sich heute morgen sonnig präsentiert.
Auch ich bin in Gedanken oft bei Dir und wünsche Dir Kraft und Gelassenheit, alle anstehenden Entscheidungen guten Mutes zu treffen und zu tragen. Sei Dir unserer Unterstützung auf allen Ebenen gewiss !
In aufrichtiger Freundschaft
U & V