Catania at it's best

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la bella città nera

Mittwoch, 5. August 2015

Back in the mall - again...

Dienstag, 4.8.15
Im Morgengrauen werde ich von einem lauten Knall wach und sitze aufrecht im Bett: es gießt wie verrückt, rosa Blitze rasen quer über einen quittegelben Himmel und Donner rumpelt, als wolle die Welt untergehen! In Windeseile schließe ich die Fenster, damit es nicht hinein regnet. Ein bisschen Angst habe ich, dass einer der Blitze in unser hölzernes Häuschen einschlägt und beginne zu überlegen, was ich in diesem Fall als erstes retten muss. Die Matratze neben mir ist leer, das Wichtigste wäre also bereits in Sicherheit. Eine Zeit lang lausche ich dem Toben der Naturgewalten, bis der Donner nachlässt und die Blitze weniger werden. Das Gewitter zieht weiter, und ich schlafe wieder ein.

Es ist schon viertel nach neun, als ich wieder erwache. Nun fühle ich mich auch fit für den neuen Tag und klettere die Treppe hinunter, wo mein Mann mit L sitzt. Erstmal Tee, dann alles andere! Bald erscheinen P und B auf der Bildfläche, sie hatten das Gewitter auch als durchaus bedrohlich wahrgenommen, während sich mein Schatz unbeeindruckt zeigt und L uns nur fragend anschaut. Welches Gewitter!? Ach, gesegneter Schlaf der Kinder.
Für eine Weile begebe ich mich zurück auf mein Nachtlager und lese, bis der Duft von Rührei durchs Haus zieht und Uli mich zum Frühstück bittet. Aber gerne doch, Appetit ist reichlich vorhanden. Beim Essen berichten die drei von weiteren New York-Erlebnissen. Wir sitzen lange zusammen und plaudern, nebenbei planen wir auch noch die kommenden Tage. B möchte nochmal in die mall, Jeans kaufen, und zu TJMaxx. Ich habe von Till eine eMail mit der Bitte um ein weiteres Paar Schuhe erhalten, insofern schließe ich mich B an. Uli plant, einen Laden aufzusuchen, in welchen ich nicht mit soll... Geburtstagsvorbereitungen.
Um eins möchte B aufbrechen, gegen viertel vor zwei starten wir. Erste Station: Uli's Laden. Er lässt sich an einer Straßenecke absetzen und teilt uns mit, er werde zu Fuß zurück in die Doyle Ave gehen. Wir verabschieden uns und fahren weiter.
Nächste Station: Providence Place, die mall. Es ist ziemlich voll im Parkhaus, und wir müssen erstmal ein bisschen suchen, bis wir die Karre los sind. Schnurstracks geht's ins Schuhgeschäft. Die Nikes, welche Till sich wünscht, sind in seiner Größe leider nicht mehr vorhanden. Ich versuche es noch in ein paar anderen Geschäften -> Fehlanzeige. Schade, sehr gerne hätte ich seinen Wunsch erfüllt.

Also dann Jeans. Ich zeige B den Laden, in dem es die Marke gibt, welche sie favorisiert. Schon beim Betreten stürzt eine ambitionierte Verkäuferin auf uns zu und preist vollmundig die tolle Ware an. B äußert ihre Wünsche, erhält mehrere Exemplare und wird in eine geräumige Umkleidekabine geführt. Begeistert erscheint sie nach kurzer Zeit wieder in der Tür: die ausgewählten Jeans passen wie angegossen, B ist überglücklich - auch für sie ist der Hosenkauf bisher zu häufig mit Hindernissen verbunden gewesen. Die fleißige Verkäuferin bringt weitere Modelle und lobt nach jeder Anprobe, wie überaus gut B darin aussieht. Weitere Verkäuferinnen erscheinen, auch sie finden, die Hosen stünden B grandios, besonders die Modelle für über 150 Dollar... Zufall!? Man weiß es nicht.


Viele Jeans-Anproben und zwei Stunden später steht die Entscheidung fest: drei Hosen dürfen mit. Als Bonus darf B sich einen Schal aussuchen, allerdings besteht die Auswahl aus sage und schreibe vier Modellen. Nun ja, hier handelt es sich um den klassischen geschenkten Gaul. Über 300 Dollar kosten die Jeans - ein Schnäppchen im Vergleich zu dem, was man in Deutschland dafür hinblättern müsste.

Ich melde dringenden Hunger an, es ist nämlich bereits nach fünf. Eigentlich wollten wir den food court wegen Mangel an gesundem Essen meiden, aber das lässt meine Laune keinesfalls zu! B entscheidet sich für thailändisches Hühnchen in sehr süßer Soße, mich lockt ein großes vegetarisches Sandwich von Subway mit extra Avocado. Wir finden einen gemütlichen Platz und widmen uns der Nahrungsaufnahme. Das war jetzt auch höchste Zeit.


Gesättigt besuchen wir noch Macy's, wo es die Jeans-Marke auch geben soll. Eine Nachfrage ergibt, dass die Marke vor kurzem aus dem Programm genommen wurde.
Gegenüber findet sich ein Schuhladen, der mir bisher nicht aufgefallen war. Beim Betreten jault der Alarm los. Ein Blick in B's Tüte ergibt, dass eine Jeans nicht entsichert wurde. Interessant! Also fix zurück. Die so unglaublich engagierten Verkäuferinnen erkennen uns nicht wieder, obwohl es gerade mal 30 Minuten her ist, dass wir das Geschäft verließen. Auch interessant ist, dass dort kein Alarm ertönt - sind die Sicherungen an der Kleidung nur Dekoration? Die Hose wird entsichert; B merkt an, dass sie extrem genervt gewesen wäre, hätte sie diesen Umstand erst Zuhause entdeckt.


Mich gelüstet es nach Cappuccino. B lädt mich dazu ein, als Dankeschön für meine Geduld. Das heiße Getränk schmeckt köstlich!
Wir schlendern zurück zum Auto, und bereits im Parkhaus werden wir daran erinnert, dass klimatisierte Innenräume mit den Temperaturen der Außenwelt rein gar nichts zu tun haben.

Auf geht's nach Cranston, TJMaxx steht auf dem Plan. Ich bin von der Sicherheit, mit der ich den Weg bewältige, selbst so stark beeindruckt, dass ich von B tosenden Applaus erbitte. Gerne kommt sie meinem Wunsch nach.
Knappe 10 Minuten dauert die Fahrt, dann erreichen wir die mall, welche TJMaxx beherbergt - allerdings kein Vergleich zu jener, die wir gerade verließen. Sie passt zur Gegend: reichlich heruntergekommen. Egal. Die günstigen Angebote locken uns, und wir betreten den (zum Glück klimatisierten) Laden. B sieht sich nach Schmuck um, ich streune wahllos durch die Gänge und finde einen Lavendel-Deoroller, ein kleines Sieb für B, Boxershorts für Tom und ein Oberteil für mich. Der Versuch, für unsere Männer T-Shirts zu erstehen, scheitert an brauchbaren Modellen.

Die Uhrzeit ist bereits fortgeschritten, P hatte angekündigt, er werde zu um halb acht Abendessen vorbereiten und erbitte unsere pünktliche Rückkehr. Es ist schon nach sieben, aber B möchte dennoch schnell den benachbarten Supermarkt aufsuchen, um Brot, Butter und Ziegenkäse zu erstehen. Wir brauchen eine Weile, bis wir alles gefunden haben, den Rückweg bewältige ich zwar fehlerfrei, aber trotzdem nicht im Flug, und so erreichen wir die Doyle Ave erst gegen acht. P, Uli und L sind mit dem Essen bereits fertig, P merkt an, er hätte eine Nachricht gut gefunden... Dennoch schauen die drei sich interessiert unsere Einkäufe an, bevor sie uns mit Nudeln und Tomatensauce bewirten.
Beim Essen merke ich, wie hungrig ich war, und freue mich über die leckere Soße, wenn auch leider nur noch ein winziges Restchen übrig ist. Auf L's Teller befindet sich noch jede Menge davon, er hatte sich wohl üppig aufgefüllt und dann doch nicht gegessen - schade drum.
Ich wasche ab und räume die Küche auf, dann ziehe ich mich zurück, um mein Blog zu schreiben, während Uli sich auf den Weg zum Observatorium macht: es ist heute ab 21 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Aber schon kurze Zeit später kehrt er zurück und berichtet, es sei niemand erschienen. Womöglich liegt es daran, dass Wolken aufgezogen waren... die Führung findet nur bei guter Sicht statt.
B und P möchten noch los - kein Problem! Mir bläst die Klimaanlage kühle Luft um meine schmerzenden Knie, während ich die letzten Zeilen dieses Eintrags verfasse und mich schon darauf freue, gleich mit meinem geliebten Mann schlafen zu gehen.

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