Catania at it's best

Catania at it's best
la bella città nera

Dienstag, 4. August 2015

Shop till you drop

Montag, 3.8.15
Gestern Nacht schauten wir einen weiteren alten Film: Das verflixte siebte Jahr. Angenehm lustig, sehr entspannend - und nach einem Drittel fielen uns die Augen zu...
Heute Morgen bin ich um halb acht kurz wach und lausche der polternden Müllabfuhr, schlafe dann aber nochmal fest ein und bin erst nach neun wieder unter den Lebenden. Mein Schatz ist schon lange unten, mit laufender Klimaanlage hat er es sich im Wohnzimmer gemütlich gemacht. Ich setze mich dazu und schreibe einen Haufen Postkarten, damit diese endlich auf die Reise gehen können. Wir sind beide hungrig wie Bären - gierig nach Omelettes mit Bratkartoffeln! Ich suche online nach einem geeigneten Lokal und stoße auf Maria's Breakfast and Lunch mit guten Kritiken. Schnell noch Körperpflege, dann eine Maschine Wäsche starten und nichts wie los. Das Auto ist schon wieder viel zu warm...es bricht einem sofort der Schweiß aus.
Nach knappen 15 Minuten Fahrt mit erfrischender Kaltluft aus der (zum Glück sehr gut arbeitenden) Klimaanlage erreichen wir die angepriesene Lokalität.


Ein schattiger Parkplatz direkt daneben erfreut uns sehr, garantiert er doch für später ein weniger schweißtreibendes Einsteigen. Freundlich empfängt man uns und weist uns einen Tisch zu. Recht gut besucht ist der unspektakulär wirkende Laden - womöglich ein gutes Zeichen.


Unsere junge Bedienung ist schnell und nett, Getränke werden sofort serviert (as usual Kaffee für Uli, heißes Wasser für mich). Wir brauchen einen Moment, bis die Bestellung raus kann, zu groß ist die Auswahl.


Schließlich ist klar: Ham and Cheese-, bzw Broccoli and Cheddar Omelette, dazu Home Fries und Toast. Jedes Lokal bereitet seine Fries (Bratkartoffeln) anders zu, also gibt es immer Überraschungen... Während wir sehnsüchtig auf die Omelettes warten, nehme ich mit meinem Tablet ein paar Selfies auf, und eins davon gefällt mir sogar.


Endlich erscheint unsere Bedienung mit zwei großen Tellern. Oh ja, das sieht gut aus! Knusprige Fries in ausreichender Menge lassen mich beruhigt aufatmen. Heute zur Abwechslung mal keine Sorge, nicht satt zu werden.


Das Essen mundet hervorragend und ist moderat im Preis - was für ein guter Tipp. Pappsatt verlassen wir die gastliche Stätte, nicht ohne unsere Kellnerin mit einem anständigen Trinkgeld versehen zu haben.

Das Auto ist wirklich angenehm kühl geblieben, der Schattenparkplatz hat seinen Zweck erfüllt. Next task: Briefmarken kaufen. Routen-Uschi hat auch Sonderziele im Angebot, und ein Postamt befindet sich tatsächlich ganz in der Nähe. Dort reihen wir uns geduldig in die Warteschlange ein und beobachten interessiert das Geschehen. Nebenbei findet sich auch noch eine süße Geburtstagskarte mit Pinguinen für Tom.


Wir erstehen 12 runde Briefmarken und fahren zufrieden weiter. Erstmal nach Hause, die Wäsche aufhängen. Im warmen Wind wird es nicht lange dauern, bis sie trocken ist. Dort halten wir uns nicht lange auf, denn der nächste Stop soll TJMaxx sein: die gestern erstandene Jeans muss getauscht werden, sie passt nicht richtig. Langsam bin ich in Übung, was das Fahren angeht. Die Wege fallen mir immer leichter, das ist angenehm und entspannt.


Bevor wir die Jeans tauschen, möchte ich unbedingt im benachbarten Supermarkt etwas zu trinken kaufen. Unbarmherzig brennt die Sonne auf uns herab, der kurze Fußweg erscheint reichlich anstrengend... inzwischen empfinden wir die klimatisierten Geschäfte als Wohltat. Schnell habe ich gefunden, wonach es mich gelüstet: Kokoswasser. Davon kann ich momentan nicht genug bekommen! Wir finden auch noch eine Kleinigkeit für B, nämlich die Zimt-Mühle, von der ich ihr kürzlich vorgeschwärmt hatte. Und dann ist TJMaxx dran. Während Uli die falsche Jeans erfolgreich gegen eine passende tauscht, entdecke ich auch eine Jeans: diese Mal für mich. Ich probiere sie lieber an - nicht, dass wir morgen schon wieder hier hinfahren müssen! Perfekt. Sie sitzt wie ein Handschuh. Hosen kaufen ist mir stets ein Gräuel, und wenn es dann mal so problemlos klappt, bin ich einfach nur glücklich.

Beflügelt beschließen wir, auch gleich noch das "Nikes für die Lumpis"-Thema zum Abschluss zu bringen. Den Weg zur mall finde ich wie im Schlaf. Und tatsächlich: knappe zwanzig Minuten später haben wir drei Paar Schuhe erstanden, in der stillen Hoffnung, dass sie nicht nur passen, sondern auch gefallen. Man weiß ja nie, wie schnell der Geschmack der Jugend sich so ändert...
Nach diesen grandiosen Erfolgen muss Cappuccino her! An dem Stand, wo ich kürzlich bereits mit B gute Erfahrungen machte, bestelle ich zwei große Becher des aromatischen Heißgetränks. Der kurze Dialog mit dem Kellner bringt mich innerlich zum Lachen: das obligatorische Geplänkel "How are you? Just great, thanks - how are you?" beantwortet er mit einem völlig unauthentischen "Amazing.", keine Miene dabei verziehend. Wie oft am Tag spulen die Service-Kräfte diese Floskeln ab?! Seine trockene Entgegnung finde ich rührend und lustig zugleich.
Wir sitzen eine Weile in einer ruhigen Ecke der betriebsamen mall und genießen den wirklich guten Cappuccino. Dann bringen wir die Beute heim.


Die Wäsche ist - wie erwartet - trocken. Also starte ich gleich die nächste Maschine mit den neuen Jeans. Herumliegen ist angesagt. Es ist herrlich kühl vor der eifrig brummenden Klimaanlage. Ich schreibe an meine liebe Martha, die heute (hoffentlich wohlbehalten) auf ihrer Lieblingsinsel in Griechenland angekommen ist.
Bald ist Abendessenzeit, wir beschließen, den thailändischen Laden in der Hope Street aufzusuchen. Ein bisschen müssen wir uns beeilen, denn die drei New York-Reisenden werden gegen viertel vor neun am Busbahnhof landen. Das Essen wird zum Glück sehr schnell gebracht und fällt so üppig aus, dass ich nur die Hälfte schaffe.


Kein Problem, den Rest nehmen wir in praktischen Boxen mit. Nun ist es Zeit, unsere Freunde einzusammeln. Der Bus hat runde 20 Minuten Verspätung, also sitzen wir gemütlich auf einer Bank im kühlen Abendwind. Schließlich erscheint das Gefährt mit den dreien. Fröhlich ist die Begrüßung, und viel gibt es zu erzählen. Besonders froh sind die Reisenden, dass es etwas zu essen gibt, sie hatten nämlich ihren Proviant für die vierstündige Fahrt vergessen!
L muss ins Bett, P und B möchten ihre Abendrunde drehen, und wir ziehen uns zurück. Ich schreibe noch an Julian, und danach ruft das Blog. Nun ist es bald zwei... höchste Zeit, die brennenden Augen für ein paar Stunden zu schließen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen