Catania at it's best

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la bella città nera

Freitag, 7. August 2015

Slightly bad mooded

Donnerstag, 6.8.15
In der Tat hatten wir gestern noch Lust auf leichte Unterhaltung und schauten voller Wonne Monster University. Immer wieder wunderbar! Herrlich auch der Moment, als B und ich uns spätnachts auf dem Weg ins Bad trafen und gackern mussten wie Hanni und Nanni, die heimlich auf Internatsfluren herumschleichen.

An diesem Morgen weckt Uli mich, als er versucht, sich möglichst leise aus dem Zimmer zu schleichen. Kein Problem, denn ich schlafe sofort wieder ein. Um kurz vor acht ist meine Nacht dann endgültig vorbei. Uli erscheint, um sich anzuziehen, er möchte mit L zu Whole Foods gehen, einerseits, weil wir keine Eier mehr haben und anderseits, weil L über Langeweile klagt. Große Lust auf Tee treibt mich hinunter in die Küche. Während der Kessel auf dem Herd auf ausreichende Erhitzung wartet, fange ich an, das Frühstück vorzubereiten. P und B sitzen derweil vor dem Haus in der Sonne. Heute ist es ein ganzes Stück kühler, als in den vergangenen Tagen, und man steht nicht bei der kleinsten Anstrengung sofort im Schweiß. Überaus angenehm!

Bald kehren Uli und L zurück, alle haben Hunger und freuen sich über den fertigen Essenstisch. Uli kocht noch schnell ein paar Eier weich, während L am Tisch sitzend herumquengelt, wann es endlich losgeht... Schließlich ist alles beisammen, und wir freuen uns über viele leckere Dinge, wie z.B. Babyspinat, Blaubeermarmelade und gesalzene Butter. Beim Essen besprechen wir, wie die Tagesplanung aussieht: P, B und L wollen einen geheimen Laden aufsuchen (Geburtstagsvorbereitungen), außerdem haben sie gegen zwei ein date mit Carrie, welche ein Whiteboard für den bevorstehenden Kurs vorbei bringen wird. Wir verabreden uns zum gemeinsamen Lunch um viertel nach eins bei "unserem" Asiaten in der Hope Street. Eine ganze Zeit dauert es noch, bis die drei den Absprung schaffen, L hat mehrere Wutanfälle, weil er nicht auf P hören will - aber gegen halb zwölf ist es soweit, die Familie verlässt das Haus, und es kehrt Stille ein.
In aller Ruhe surfe ich noch eine Weile im Internet, danach suche ich das Badezimmer auf, nehme eine kurze Dusche und erfreue mich erneut an dem tollen Lavendel-Deoroller. Was für ein guter Kauf!

Ganz entspannt machen Uli und ich uns dann auf den Weg. Wir wandern die Hope Street hinunter und erreichen überpünktlich das kleine Lokal. Vor der Tür warten wollen wir nicht, dazu ist es doch zu warm, also suchen wir schon mal einen Tisch aus und studieren die umfangreiche Speisekarte. Eiswasser wird gebracht und Jasmintee - und wir warten geduldig auf unserer Freunde.


Diese erscheinen um zwanzig nach eins gut gelaunt. Schnell sind unsere Essensbestellungen aufgegeben, und fast ebenso schnell werden die gewählten Speisen serviert. L ist trotzdem reichlich ungeduldig und nörgelt ein bisschen herum. Das können meine Nerven heute nicht so gut ab, ich muss versuchen, weg zu hören. P tut mir Leid, er bekommt die volle Breitseite, wilde Beschimpfungen inklusive. Kein leichtes Los!

Fast pünktlich verlassen wir den Laden und fahren nach Pawtucket, wo sich das Yoga-Studio befindet, in welchem der Kurs morgen starten soll. Interessant ist das Gebäude: es handelt sich um eine der vielen Baumwoll-Mühlen bzw Webereien, über die Providence zur Zeit der Industrialisierung verfügte. Heute befinden sich hier diverse Projekte, zum Teil recht alternativ anmutend. B schließt das Studio auf, ein großer Raum mit hoher Decke und einem Holzfußboden, der sicherlich noch aus der Fabrik-Ära stammt. Carrie erscheint auch bald und begrüßt uns fröhlich. Das Whiteboard muss zusammen gebaut werden, worum Uli und P sich gleich kümmern, während L den riesigen Raum zum Herumtoben nutzt.


P holt zwei Hula Hoop-Reifen, an denen wir uns alle versuchen. P kann es am besten, L übt intensiv und ist schließlich erfolgreich, B hat den Trick auch bald raus, nur Uli und ich versagen kläglich. Jede Menge Spaß haben wir trotzdem alle.


Das Board steht, und wir bekommen Lust auf Kaffee. Irgendwo in den Hallen gibt es ein Café, aber wir finden es trotz Nachfrage nicht. Was wir allerdings entdecken ist eine Rösterei, in der es köstlich duftet.


Hier bekommen wir Cappuccino und Espresso sowie Platz auf einer Sitzgruppe, wo wir uns für eine Weile niederlassen. Der Dialog mit Carrie ist interessant und offen. Mir gefällt die Zugewandtheit, welche so viele Menschen hier ausstrahlen!

Um fünf will Julie wieder mit L spielen, deswegen drängt B bald zum Aufbruch. Ich möchte noch weitere Postkarten versenden, benötige aber selbige plus Briefmarken, also fahren Uli und ich in die Thayer Street. Auf dem Fußweg erblicken wir einen Mann mit einem auffällig dicken Schal, der bei genauerer Betrachtung eine große Schlange ist. Wow, das Tierchen hätte ich gerne aus unmittelbarer Nähe begutachtet, aber der Mann ist bereits um die nächste Ecke verschwunden.
Das Postamt hat noch genau fünf Minuten geöffnet, nichts wie hinein. Eine freundliche ältere Dame empfängt uns, im Hintergrund läuft ein Song von Bob Marley... schon irre, was hier alles so möglich ist.
Gegenüber ist ein Kunstgewerbe-Laden, der auch Postkarten führt, so sind wir innerhalb kurzer Zeit fertig und fahren weiter zu Staples, da P um die Besorgung von Stiften fürs Whiteboard gebeten hat. Im Eingangsbereich finden wir eine Packung, die wir direkt erstehen.
Dann geht's weiter zu Whole Foods, da B für den Salat zum Abendessen noch Thunfisch und Mais benötigt. Das Brot ist schon wieder alle - kein Wunder bei fünf Essern mit gesundem Appetit. Gekühltes Kokoswasser muss auch mit, darauf habe ich jetzt riesige Lust. Vor dem Geschäft setze ich mich an einen der Tische und schreibe acht Postkarten, während Uli vom benachbarten McDonalds ein Eis mit Schokosauce holt. Als er nach einer Weile wieder kommt, berichtet er von der Beobachtung eines Mannes, welcher intensiv die Straße anschrie. Das ist die Kehrseite: es gibt auch jede Menge Verrückte hier.
Der Versuch, Tabak zu kaufen, scheitert, also müssen Zigaretten her, das Päckchen für über acht Dollar. Wahnsinn! Wir fahren zurück in die Doyle Ave, dort schreibe ich noch die restlichen Postkarten und lausche voller Unwillen dem herumpunkenden L. Heute gehen mir seine Respektlosigkeiten gegenüber P wirklich extrem gegen den Strich und verhageln meine Laune.

Zum Abendessen gibt es Suppe, Salat und Brot, danach räumen wir noch schnell die Küche auf, L wird ins Bett verfrachtet, und dann brechen P und B zu ihren Abendrunde auf. Uli leidet seit ein paar Stunden unter einem seltsamen Ausschlag an den Armen und googelt, worum es sich dabei handeln könnte. Ich widme mich meinem Blog, während meine Knie erneut Wickel mit essigsaurer Tonerde erhalten. Wenn sich dort doch endlich eine gravierende Besserung einstellen würde...
Als B und P zurück kommen, sitzen wir immer noch im Wohnzimmer. Ungewohnt, denn sonst sind wir um diese Zeit schon längst in unserem Zimmer verschwunden - was allerdings auch gleich stattfinden wird, ich bin nämlich sehr müde.

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