Catania at it's best

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la bella città nera

Dienstag, 11. August 2015

Slow Monday

Montag, 10.8.15
Obwohl der Wetterbericht Regen und Sturm vorausgesagt hatte, werde ich von strahlendem Sonnenschein geweckt. Heute beginnt der Kurs von B und P bereits um neun, also stehe ich zeitig auf, damit kein Stress entsteht. Mein gutgelaunter Schatz kocht mir einen Tee, und dann wird es auch schon Zeit fürs Frühstück. Wir fangen ohne B an, sie braucht noch eine Weile im Bad. Um zwanzig vor neun möchte P los, aber das klappt nicht ganz. Dennoch sind wir kurz vor neun beim Artiste Village, da kaum andere Autos unterwegs sind; heute ist Feiertag in Rhode Island.
L möchte sofort wieder zum Angelsee, aber dazu haben Uli und ich keine Lust. Wir möchten anfangen, unsere Koffer zu packen. Insofern fahren wir zurück in die Doyle Ave und verbringen ein paar Stunden mit Sortieren und Packen, während L gelangweilt im Haus herumlungert. Uli schreibt Tom an, um ihn in seiner Not angemessen zu unterstützen. Dies wird von Tom überaus dankbar angenommen. Was er jetzt braucht, sind weder Vorwürfe noch Ermahnungen, auch keine Bekundungen der eigenen Sorgen. All das ist völlig fehl am Platz und für Tom lediglich überfordernd. Er braucht jemanden, der ihm zuhört, ihm Kraft sendet und ihn unterstützt, und genau dieses gibt Uli ihm! Ja, mein Mann ist großartig.

Um halb eins fahren wir mit L zu unserem Asia-Imbiss, um Lunch zu essen.


Es ist lecker wie immer und überzeugt uns erneut durch günstige Preise.
Danach möchten wir Cappuccino und steuern einen Dunkin Donuts an. Es ist noch zu früh um P und B abzuholen, deswegen machen wir eine kleine Landpartie. Wahllos fahre ich herum, und wir schauen interessiert, was sich uns so bietet... Plötzlich überholt uns ein Streifenwagen mit Blaulicht und Sirene, und kurz darauf entdecken wir den Grund: ein schwerer Verkehrsunfall hat sich ereignet, es wimmelt von Helfern. Im Vorbeifahren sehe ich eine Reanimation - das treibt mir die Tränen in die Augen! Ich rege mich über Kleinigkeiten auf, anstatt über jeden Moment dankbar zu sein, in dem es meinen Kindern/Lieben gut geht. Betreten suchen wir schnell das Weite. Bloß nicht noch einmal den Unglücksort passieren. Routen-Uschi findet eine Alternative und führt uns durch schöne Landschaft mit schnuckeligen Dörfern.
Um kurz vor drei landen wir am Artiste Village, aber die Beiden sind noch nicht fertig. Also warten wir ein bisschen und stöhnen über die sengende Hitze, die eigentlich nur Strand zulässt. Die nächste Herausforderung kommt in Form der drei Behandlungsliegen, welche mit in die Doyle Ave müssen und sich erst partout nicht in den Kofferraum stapeln lassen wollen - bis mir einfällt, dass man die Lehne der Rücksitzbank nach vorne kippen kann. Das ist zwar ziemlich unbequem für die drei, die hinten sitzen, aber so passen die Liegen hinein, und für knappe 8 Minuten Fahrt geht es mal.

Zuhause angekommen spekuliere ich auf einen kurzen Stop und baldigen Aufbruch Richtung Ozean. Ich wage eigentlich gar nicht zu hoffen, dass das klappt... aber da täusche ich mich zum Glück. Tatsächlich sind wir keine 20 Minuten später auf dem Weg zum Wheeler Beach. Zwar kommen wir erst nach fünf dort an, haben jedoch den großen Vorteil, dass wir weder Eintritt zahlen müssen, noch Parkplatz-Probleme vorfinden. Es sind nur noch wenige Menschen am Strand, wir können uns also so richtig ausbreiten. Froh und glücklich hüpfe ich ins Wasser, es ist wunderbar erfrischend und gar nicht kalt. L eifert mir nach, nur die anderen drei verweigern das kühle Nass und aalen sich lieber in der Sonne.





Wir spielen im Sand, sammeln Steine, träumen über das Meer... einfach nur entspannend und herrlich. Mit der sinkenden Sonne wird es recht frisch - Zeit zum Aufbruch. P und L geraten aneinander, wie so oft, wenn L seinen Willen nicht bekommt. Wie gut, dass P sich davon nicht beeinflussen lässt und konsequent bleibt. Es kostet ihn jedesmal sichtbar Nerven, aber alles andere wäre Gift für L, der dann uferlos über alle Stränge schlüge. So darf er sich an seinem Vater abarbeiten.

Für den Heimweg möchte ich noch einen Cappuccino, den Uli mir beim nächsten Dunkin Donuts holt. Dann fahre ich die rund 60 km hochkonzentriert zurück nach Providence. Es herrscht dichter Verkehr, immer wieder werden wir rasant überholt, und es wimmelt nur so von Polizeiautos. Respektvoll halte ich mich genau an die Geschwindigkeitsbeschränkung, vor den amerikanischen Polizisten habe ich regelrecht Angst! Gegen halb neun erreichen wir unser Häuschen, P kocht fix einen Topf Nudeln, dazu gibt es Pesto, was allen mundet. L ist hundemüde, will aber noch nicht schlafen gehen, was seine Eltern wenig beeindruckt. Sie greifen rigoros durch, mit dem Ergebnis, dass der Junge widerstandslos in seinem Zimmer verschwindet. Steter Tropfen... gut so! Eine Zeit lang besprechen wir noch die leidige Sina-Problematik, erneut ohne Ergebnis, dann begeben P und B sich auf ihre Abendrunde, während Uli geheimnisvoll im Wohnzimmer herumwerkelt und ich mein Blog schreibe. Morgen soll ich 50 sein - das will mir absolut nicht in den Kopf!!!!

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