Catania at it's best

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la bella città nera

Mittwoch, 23. April 2025

l’illusioni prima del temporale * decimo giorno

Wir sind erneut früh wach und ausgeruht, sodass der Tag frisch und munter beginnt. Anhaltende Hupkonzerte auf der Straße rufen uns auf die Balkone: es wird mal wieder in zweiter Reihe geparkt, sodass niemand mehr durchkommt. Allerdings dauert es runde 5 Minuten, bis sich endlich jemand erbarmt und das störende Fahrzeug wegbewegt. Kurz danach ertönt Hufgetrappel, wir schauen uns fragend an und erblicken verwundert zwei berittene Polizisten.

Heute wollen wir auf der Via Umberto ein neues Lokal zum Frühstück ausprobieren - allerdings besuche ich erst schnell den Obststand, um mir meinen täglichen Vitaminschub abzuholen. Wieder so vollreif und so lecker!

Das auserkorene Lokal auf der Umberto bietet gar kein Frühstück an; auch beim benachbarten Artemisia prallen wir erfolglos ab (sie haben dort weder Granita noch glutenfreie Brioche). Also suchen wir auf der Via Etnea, haben aber auch dort keinen Erfolg, sodass wir zu Comis eilen. Platz ist ausreichend vorhanden, der nette Kellner hat heute Dienst und wir finden einen schattigen Tisch, müssen allerdings wieder nörgelnden deutschen Pärchen zuhören - dieses Mal jedoch älteren Herrschaften. Überhaupt sind hier viele Deutsche heute - hat ein Kreuzfahrtschiff im nahen Hafen angelegt? Die schlecht gekleideten und -gelaunten Menschen sind in der absoluten Überzahl vertreten.
Ob wir auch so gewirkt haben oder gar wirken? Bitte nicht!!

Etwas anstrengendes liegt in der Luft, da scheint sich was zusammen zu brauen…
Wir wandern Richtung Stazione, denn für heute steht ein Besuch in la mostra delle illusioni an. Auf dem Weg entdecken wir an einer Hecke eine kleine Gruppe Katzen, die hier scheinbar ein Zuhause gefunden hat. Und richtig: eine anwesende Dame nennt uns alle Namen der pelzigen Tiere und hält auch Futter für sie bereit. Mir imponiert diese Tierliebe. Ob allerdings für Kastration gesorgt wird, damit sich das Elend nicht noch vergrößert, vermag ich nicht zu sagen. Wäre ja klug.

Der Himmel wird zunehmend dunkel, die Luftfeuchtigkeit steigt, wir schwitzen ungemütlich vor uns hin und sind froh über jeden Lufthauch, der Abkühlung verspricht.

Vor dem Bahnhof befindet sich dieser Brunnen, der seltsame Interaktionen ziwschen Pferden und Frauen zeigt:

Etwas ermattet erreichen wir die Viala Africa, wo sich der Museen-Komplex befindet. An der cassa der Ausstellung fragt man uns, ob wir irgendeine Reduktion geltend machen möchten; als ich sage, wir sind alt, sparen wir sofort 6 Euro. Da wir die einzigen Besucher sind, können wir alle Objekte in Ruhe betrachten und ausprobieren  - und so turnen wir völlig ungestört eine ganze Weile in den beeindruckenden, lustigen und teils interaktiven Angeboten herum. 

Die Zeit vergeht wie im Flug , vor allem vom green screen und der witzigen Zimmer-Box bekommen wir gar nicht genug!


Herrlich!! Wann hat das letzte Mal eine Ausstellung so viel Spaß gemacht, dass wir nicht einmal einschätzen können, ob wir eine oder zwei Stunden drin waren?! Ich kann mich nicht erinnern!

Als wir das Gebäude schließlich verlassen, ist der Himmel noch dunkler geworden und ein leichtes Grollen am Horizont ist deutlich zu vernehmen.

Die Illusionen haben uns hungrig und müde gemacht, so zieht es uns heim - aber vorher stoppen wir noch bei Lidl für Zucker, Klopapier und Waffeln für Uli.
Nun fallen einige Tropfen, allerdings kein Vergleich zu norddeutschen Güssen!

Zuhause gibt es ein kleines pranzo mit Avocados und Käsebroten, danach ruft laut und deutlich das Bett.
Erst nach 19 Uhr werden wir wieder wach - das Schläfchen war wohl nötig… Uli bietet sich an, uns zum Abendessen ein paar Hamburger zu holen, was ich nur zu gerne annehme, denn so kann ich währenddessen den blog-Beitrag fertigstellen und muss nachher nicht wieder bis in die Puppen sitzen.

Buon appetito!

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